In der Stadtratssitzung vom 26.11.2024 hat die SPD-Fraktion zur Verkehrsentlastung im Stadtteil Loderhof eine Verlängerung der Loderhofstraße zur Schillerstraße beantragt und sich gegen das von uns in 2020 beantragte und 2021 einstimmig im Stadtrat beschlossene, bislang noch nicht auf den Weg gebrachte Verkehrskonzept ausgesprochen. In der Stadtratssitzung vom 27.01.2026 wurde diesem Antrag mit 21 : 3 Stimmen zugestimmt. Unser Nein zu diesem Antrag möchten wir hier kurz Erläutern.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
SURO2O3O wird weder der Planung und Umsetzung gemäß Variante 1a „Minikreisel“, noch
der Planung „verschobene T-Kreuzung“ zur Verlängerung der Loderhofstraße zum jetzigen
Zeitpunkt zustimmen.
Dieser Entscheidung muss aus unserer Sicht eine ganzheitliche Betrachtung der
Verkehrssituation am Loderhof vorausgehen, erst dann können belastbare Verkehrsströme
und Verkehrszahlen zugrunde gelegt werden um die gewünschte Entlastung zu erreichen.
Folgende Fragen stellen sich uns:
Wie groß ist der Anteil der Autofahrer, die von dieser neuen, durch die Verlängerung der
Loderhofstraße zu Schillerstraße geschaffenen Verbindung tatsächlich profitieren würden?
Welcher Anteil des Verkehrs, der derzeit über die Göthestraße bzw. die Südstraße geführt
wird, könnte überhaupt über den Hitzelmühlweg, mit den zwei vorgeschlagenen Trassen
geführt werden bevor es an unterschiedlichen Stellen zu Verkehrsproblemen kommt?
Die Problemstellen dieser Trasse sind
- die Bahnunterführung zum Hitzelmühlweg, ist einspurig und eng, es gibt keinen
baulich abgetrennter Gehweg, zu welchen Problemen das in Unterführungen führen,
zeigt die Bahnunterführung in Großalbershof
- die schlechte Einsehbarkeit des Fahrradweges vom Eislaufplatz entlang des
Bahndamms
- die Brücke über den Rosenbach (Hitzelmühlweg), ist schmal und verfügt nur über
eine begrenzte Belastbarkeit
- die Einmündung des Hitzelmühlweges in die Rosenberger Straße ist schwierig bzgl.
Fahrrad- und Fußgängerweg, gerade für Linksabbieger
Bevor man anstehende verkehrstechnische Planungen und Baumaßnahmen beauftragt,
deren Auswirkungen ohne belastbare Verkehrsdaten unvorhersehbar sind und evtl. zu neuen
verkehrstechnischen Problemen führen, bzw. nicht die gewünschte Entlastung erzielen, ist
es aus unserer Sicht dringend geboten, in ein zeitgemäßes Verkehrsgutachten zu
investieren um nachhaltige Entscheidungen treffen zu können, die zu einer Verbesserungen
der Verkehrssituation durch diese Trasse führen.
Die Entwicklung und der Start der Ausweisung des Baugebietes Loderhof BA III verzögert
sich dadurch nicht, dies kann Unabhängig davon durchgeführt werden.
Bei der Erstellung des Verkehrsgutachtens könnte man gezielt darauf hinwirken diese
Trasse vorranging zu bearbeiten, evtl. wäre hier ein zeitnahes Ergebnis möglich!
Im Nachfolgenden Schaubild sind einige der durch die Verlängerung entstehenden Problempunkte benannt. Vieles wurde unserer Meinung nach in der Diskussion nicht berücksichtigt.

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