Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts

Das Hochwasserschutzkonzept aus 2006

Warum ein Hochwasserschutzkonzept?

Die Stadt Sulzbach-Rosenberg steht aufgrund zunehmender Hochwasserereignisse vor erheblichem Handlungsbedarf und setzt mit dem Hochwasserschutzkonzept der Stadt Sulzbach-Rosenberg aus 2006 daher auf ein integriertes Konzept statt auf kurzfristige Einzelmaßnahmen. Dabei werden sowohl die Einzugsgebiete als auch eine angepasste Landnutzung einbezogen, um wirksame Ziele und Maßnahmen für mehr Wasserrückhalt, ökologischen Gewässerausbau und besseren Schutz gefährdeter Siedlungsbereiche zu entwickeln. Im Hochwasserschutzkonzept bearbeitet wurden alle identifizierten Brennpunkte im Norden und Westen der Stadt, während der Osten derzeit keine relevanten Hochwasserprobleme aufweist.

Gegenstand des Hochwasserschutzkonzeptes

Im Hochwasserschutzkonzept untersucht wurden folgende Bäche und deren Umgebung:

  • Leherbach bei Großalbershof
  • Peutenbach bei Forsthof
  • Mühlbach nördlich Kleinfalz
  • Erlbach südlich Kleinfalz
  • Klafferbach bei Kummerthal
  • Rosenbach bei Seidersberg / Erlheim
  • Trockengraben und Wiesenmulde bei Großenfalz
  • Haselgraben nördlich Kauerhof
  • Trockengraben von See bis Sternstein
  • Trockengraben bei Grund
  • Breitenbrunner Bach / Spitzerbach

Berücksichtigt wurden im Hochwasserschutzkonzept dabei folgende Aspekte:

  • Gefährdungspotential
  • Land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung
  • Boden-, Baugrund-, Grundwasserverhältnisse
  • Hydrologische und topographische Grundlagen

Die Zielsetzungen des Hochwasserschutzkonzepts umfassen folgende Punkte:

  • Wasserrückhalt in der Fläche
  • Wasserrückhalt und Strukturverbesserung durch ökologischen Gewässerausbau
  • Erosionsschutz in der Fläche
  • Schutz hochwassergefährdeter Siedlungen

Für das Erreichen dieser Ziele nennt das Hochwasserschutzkonzept für jedes untersuchte Areal spezifische Maßnahmen:

  • Flächenhafte Renaturierung
  • Umwandlung von Äckern in Wiesen als potentere Speicher für Niederschlagswasser
  • Rückhaltung von Niederschlagswasser auf Privatflächen innerorts
  • Ökologischer Gewässerausbau (Verbreiterung von Wasserläufen, Anlegen von Mäandern)
  • Anlegen von Rückhaltebecken

Was nun geschehen muss

Wir fordern für das weitere Vorgehen bei der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes aus dem Jahr 2006 folgende Schritte:

  • Abschätzung des erforderlichen Grunderwerbsbedarfs
  • Aktualisierung der Kostenschätzungen der einzelnen Maßnahmen
  • Ermittlung des Schadenspotentials bzgl. neuer/aktueller Niederschlagskennwerte (unter dem Begriff Schadenspotential versteht man die Werte in hochwassergefährdeten Gebieten, die durch ein Hochwasser geschädigt werden können)
  • Prüfung der Förderfähigkeit
  • Erstellung einer Prioritätenliste
  • Erstellung einer Zeitschiene für die Umsetzung der Maßnahmen
  • Zusätzlich fordern wir einen jährlichen Sachstandbericht zur Umsetzung des
    Hochwasserschutzkonzeptes 2006, jeweils vor den anstehenden Haushaltsverhandlungen.“

Die entsprechenden Mittel für die Bearbeitung der o.g. Punkte sind in den kommunalen Haushalt der Stadt Sulzbach-Rosenberg einzustellen.